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Lehrstuhl für Geologie und Lagerstättenlehre

Magnesit im Verband mit Basalt – ein neuer Typ von Magnesitlagerstätten

Das Untersuchungsgebiet liegt im Nordwesten von Iran am Fuß des kleinen Ararat etwa 5 km E der türkischen Grenze und 30 km NW Poldasht auf einer Hochebene (ca. 800 m SH), die vom Aras Fluss durchflossenen wird, der auch die Grenze zu Asserbajian bildet.

Da die „Poldasht Magnesite“ in keiner Nahbeziehung zu ultrabasischen Gesteinsassoziationen stehen, wird sie als ein bisher nicht bekannter Typus einer Magnesit-Lagerstätte betrachtet. In Kooperation mit iranischen Geologen (Arian Zamin) soll dieser an Bela Stena Magnesite erinnernde Lagerstättentyp zur Erstellung eines genetischen Lagerstättenmodells umfassend geochemisch-mineralogisch-geologisch charakterisiert werden.            

Es wird davon ausgegangen, dass es sich um geologisch sehr junge Magnesite handelt, die im Quartär durch die Interaktion wechselnder Klimate (heiss/humid mit Gunstbedingungen für chemische Basaltverwitterung und arid mit Evaporitbildung) in Playas gebildet wurden, die dem Basalt auflagern. Die Erscheinungsform ähnelt dem Bela Stena Typ, nur dass das Umfeld nicht durch Ultrabasite dominiert wird und damit Basalte (mit einem MgO-Gehalt um 6 Gew. %) für die Herkunft des Mg in Frage kommen.

Innovative Aspekte ergeben sich dadurch, dass nun auch Basaltareale mit auflagernden jungen Sedimenten als prospektiv für Magnesit angesehen werden können.

Berg Ararat und im Vordergrund die Magnesitlagerstätte